Wasserdampftransport durch Diffusion und Leckageluftstrom
im Vergleich

Luftströme durch Leckagen vom warmen Innenraum nach außen sind wesentlich häufiger der Grund für feuchtebedingte Bauschäden durch Tauwasserausfall in Bauteilen als die Wasserdampfdiffusion. Schon durch relativ kleine Leckagen kann nämlich sehr viel mehr Feuchtigkeit transportiert werden als durch Diffusion.

Dies wird an einem Beispiel deutlich: Durch eine wärmegedämmte, ca. 120 m2 große Dachfläche über einem ausgebauten Dachgeschoss werden nach einer Modellrechnung an einem Wintertag durch Diffusion 120 g Wasserdampf nach außen abgegeben. Entsteht in der ansonsten luftdichten Dachfläche durch unzureichende Abdichtung lediglich ein 1 mm breiter Spalt auf 1 m Länge, dann werden durch diese Leckage im gleichen Zeitraum durch die Luftströmung 360 g Wasserdampf transportiert, also etwa dreimal so viel wie durch Diffusion über die gesamte Dachfläche.

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Vergleich des Wasserdampftransports durch Leckageluftstrom und Diffusion 
am Beispiel einer Dachhaut (diffusionsäquivalente Luftschichtdicke 10 m, Druckdifferenz 2 Pa)

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