Begutachtung bei Feuchtigkeit und Schimmelbildung

Warum der Schutz von Bauwerken gegen Feuchtigkeit und Nässe so wichtig ist veranschaulicht das untere Bild. Es zeigt die unterschiedlichen Beanspruchungen eines Gebäudes durch Wasser in flüssigem, festem und gasförmigem Zustand.

page22 1 Begutachtung bei Feuchtigkeit und Schimmelbildung
Beanspruchungen des Gebäudes durch Wasser

Mögliche Folgen von Feuchteschäden

  • Durchfeuchtete Bauteile haben eine höhere Wärmeleitfähigkeit und
    vermindern somit den Wärmeschutz der Gebäudehülle.
  • Niedrige innere Oberflächentemperaturen der Außenbauteile führen zu Tauwasser mit nachfolgender Schimmelbildung an den feuchten Bauteilen, beeinträchtigen dadurch die Hygiene und belasten den menschlichen Organismus.
  • Feuchte Baustoffe führen zu einer Vielzahl das Material zerstörender chemischer, physikalischer und biologischer Prozesse, die die Haltbarkeit vermindern und die Standsicherheit gefährden können.

Arten der Feuchtebeanspruchung von Bauteilen

Bauphysikalisch unterscheidet man folgende Beanspruchungen eines Bauteils durch Feuchtigkeit:

  • Neubaufeuchte, z. B. durch Anmachwasser von Beton oder Putz bzw. durch einen mangelhaften Regenschutz und Durchfeuchtung des Bauteils während der Bauausführung,
  • Tauwasserbildung an der raumseitigen Oberfläche von Bauteilen durch hohe Luftfeuchtigkeit und/oder zu geringen Wärmeschutz des Bauteils,
  • Tauwasserbildung im Inneren eines Bauteils durch bauphysikalisch ungünstige Schichtenfolge im Querschnitt des Bauteils,
  • Niederschlagsfeuchte, durch Regen, Schnee, Hagel, Schlagregen, Spritzwasser im Sockelbereich,
  • Bodenfeuchtigkeit, die in Form von Erdfeuchte, Sickerwasser oder Grundwasser auf die Bauteile im Erdreich wirkt.

Schimmelpilze

Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer belebten Umwelt. Ihre Sporen sind fast überall zu finden, also auch in Innenräumen. Sie sind normalerweise harmlos. Übersteigt allerdings die Schimmelpilzkonzentration ein bestimmtes Maß, kann es zu gesundheitlichen Problemen für die Bewohner kommen.

Schimmelpilze benötigen zum Wachsen viel Feuchtigkeit. Ursachen erhöhter Feuchte innerhalb von Gebäuden können zum Beispiel sein:

a) direkter Eintrag von Feuchtigkeit zum Beispiel über:

  • defekte Dächer (insbesondere Flachdächer), Dachrinnen und Fallrohre
  • Risse im Mauerwerk
  • ungenügendes Austrocknen nach Baumaßnahmen
  • Wassereintritt infolge Rohrbrüchen, Überschwemmungskatastrophen etc.

b) unzureichende Abfuhr erhöhter Raumluftfeuchte durch:

  • unsachgemäßes Heizen und Lüften, insbesondere in „luftdichten“ Gebäuden
  • Kondensation (Tauwasserbildung) von Luftfeuchte im Bereich von „kalten“ Wänden, die wegen unzureichender Wärmedämmung in manchen Altbauten ein Problem darstellen.
  • Baufehler wie Wärmebrücken führen ebenfalls in Neu- und Altbauten zur Wasserdampfkondensation entlang
    der Bauschadensbereiche.

Die obige Aufstellung zeigt, dass neben baulichen und bauphysikalischen Mängeln, auch die Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhter Feuchte im Gebäude beitragen.
> Ist Ihre Luftfeuchtigkeit zu hoch? Überprüfen Sie selbst!


Schimmelpilze – eine Untersuchung gibt Sicherheit

Oftmals entwickeln sich Schimmelpilze im Verborgenen. Ein modriger, muffiger Geruch oder erste dunkle Flecken an Wänden, Decken oder Mobiliar weisen auf das bestehende Problem hin. Bei Verdacht auf Vorliegen eines verdeckten Schimmelpilzbefalls müssen die betroffenen Räume genauer untersucht werden.

Eine solche Untersuchung setzt einen hohen Sachverstand voraus und sollte durch eine dafür ausgewiesene Fachkraft durchgeführt werden.

Wünschen Sie eine klärende Beratung oder haben Sie Fragen?
Kontaktieren Sie mich – ich berate Sie gern.

 

Erfahren Sie mehr zum Thema Schimmelpilze und Feuchteschäden:
> Schimmelpilze – was ist das?
> Wie läuft eine fachkundige Untersuchung ab? Was gibt es zu beachten?
> Kampf dem Schimmelpilz – was Sie tun können!
> Vorbeugen ist besser als heilen – praktische Tipps, damit Schimmelpilz erst gar keine Chance hat.

Quellen:
RWE Bauhandbuch 13. Ausgabe VWEW Energieverlag GmbH
Hilfe! Schimmel im Haus Ursachen – Wirkungen – Abhilfe Aug. 2006, Umweltbundesamt

 

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