Bericht und Fotos der Schöppinger Energietage

Aus den Westfälischen Nachrichten (Schöppingen) vom 22. April 2008:

„Bei einigen Vorträgen war kein Sitzplatz mehr frei“
Schöppingen. Bauherren und Immobilienbesitzer aus der Vechtegemeinde, aber auch aus dem weiteren Umland, ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen. Denn bei den „Schöppinger Energietagen“ wurden alle Fragen zum Thema „Energiesparendes Bauen und Sanieren“ beantwortet.„Bei einigen Vorträgen war kein Sitzplatz mehr frei“, freut sich Ralf Mensing, einer der Veranstalter, über die gute Resonanz.

Während er, wie seine Kollegen, an seinem Info-Stand im Alte-Post-Hotel Rat suchenden Besuchern zur Verfügung steht, läuft im Nebenraum gerade ein Fachvortrag zum Thema „luftdichte Gebäudehülle“. Am Nachbarstand flimmern derweil die Bilder einer Thermokamera über die Wand.„Die Besucher schätzen einfach die gebündelten Kompetenzen und die lockere Atmosphäre“, ist auch Roger Hagemann vom Gelingen des Konzepts überzeugt.

Fortsetzung nicht ausgeschlossen
Fachleute aus der Praxis beraten in ungezwungener Atmosphäre fachübergreifend Hand in Hand:
Mit diesem Konzept haben die Organisatoren der ersten Schöppinger Energiespartage offenbar voll ins Schwarze getroffen. „Es ist aus der Sicht aller neun Veranstalter wirklich hervorragend gelaufen“, zog Roger Hagemann, der in Schöppingen ein Bausachverständigenbüro betreibt, gestern nach dem ersten Tag der zweitägigen Fachveranstaltung ein positives (Zwischen-)Fazit. Vom Vormittag bis zum späten Nachmittag konnten sich die Besucher am Sonntag im Saal des Hotels Alte Post in Fachvorträgen rund um das angesichts stetig steigender Energiepreise bei Strom, Öl und Gas sehr aktuellen Thema energiesparendes Sanieren und Bauen informieren.

„Viele Interessenten haben die Vorträge genutzt, um ergänzende Infos einzuholen und auch eine vom Bauträger oder Architekten unabhängige Meinung zu hören“, gibt Hagemann seine Eindrücke wieder. Blieben dann noch Fragen offen, standen die Aussteller der Energiespartage, übrigens allesamt Schöppinger Unternehmen sowie die örtlichen Kreditinstitute, zur Beantwortung direkt an ihren Ständen zur Verfügung.„Die Leute sind mit ganz gezielten Anliegen zu uns gekommen“, hat Ralf Mensing, Inhaber des gleichnamigen Malergeschäfts und einer der Mitinitiatoren, festgestellt. Wie auch viele seiner Ausstellungskollegen habe er am Sonntag eine ganze Reihe von weiteren Beratungsterminen vereinbaren können bzw. teils auch bereits konkrete Aufträge in Aussicht gestellt bekommen.

Was hat die Besucher besonders interessiert? Neben der Tatsache, dass fast alle Fachvorträge – ob über Dämmstoffe, Schimmelpilzvermeidung oder öffentliche Förderprogramme – viel Interesse auf sich gezogen hätten, seien es vor allem die Themen Energieausweis und alternative Heizungstechniken gewesen, die gefragt waren, so Hagemann. Beim Energieausweis, dessen Einführung unmittelbar bevorsteht, sei großer Aufklärungsbedarf zu verzeichnen gewesen. Nach Meinung Hagemanns ist dies auch auf Versäumnisse seitens der Politik zurückzuführen. So habe das Thema Verbrauchsausweis als Billigvariante des vergleichenden Energieausweises jede Menge Fragen aufgeworfen. Hagemann hat dazu eine ganz konkrete Meinung: „Die Erstellung eines Verbrauchsausweises macht keinen Sinn, weil dieser kaum Rückschlüsse auf die Frage zulässt, welche Investitionen für das jeweilige Bauobjekt sinnvoll sind. “Bei der Heizungstechnik war es vor allem die Wärmepumpentechnik, die sowohl bei den Gebäudesanierern als auch bei den Häuslebauern auf großes Interesse stieß. Aber auch hier war Aufklärung vonnöten. Denn: „Die Wärmepumpentechnik ist nicht für jedes Haus geeignet“, so Hagemann.

Angesichts der guten Resonanz steht für die Organisatoren bereits nach dem ersten Tag fest, dass die Schöppinger Energietage wohl nicht die letzten ihrer Art bleiben werden. „Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass wir vielleicht in einem Abstand von zwei oder drei Jahren wieder eine ähnliche Veranstaltung auf die Beine stellen“, kündigte Ralf Mensing an. „Wir werden kurzfristig zu einem Nachtreffen zusammenkommen und dann entscheiden“, ergänzte Roger Hagemann. Der gestrige Montag war überwiegend für das Fachpublikum bestimmt, aber auch private Bauherren und Sanierer nutzten wiederum die Gelegenheit, sich fachübergreifend beraten zu lassen.

> Fotogalerie der Schöppinger Energietage

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